Pros
- Vergütung - Prestigeträchtiger Markenname (allerdings nicht ganz so wie MBBs) - Intellektuell fähige Leute - Bürolage (bis jetzt) - Kaffee!
Kontras
- Interne Kultur: Für dienstältere Mitarbeiter ist die Kultur geradezu feindselig (auch bei Versetzungen von einem Land ins andere); intern bekommen Sie viel mehr Kummer als durch Kunden; die durchschnittliche Amtszeit der dienstälteren Mitarbeiter liegt zwischen 6 und 12 Monaten... Neuere Mitarbeiter erleben eine unternehmerische Drohnenfabrik, die eine wettbewerbsfähige und clanähnliche Kultur fördert, einem Kult nicht ganz unähnlich; die Neueren müssen bereit sein, diese Zwangskultur zu leben, eine ordentliche Menge Missbrauch zu tolerieren und am Altar einer Handvoll älterer Mitarbeiter, deren Position hauptsächlich auf ihre Amtszeit zurückzuführen ist, Ehrfurcht zu üben. Viele der Leute beißen nachts in ihre Bettdecken... - Umgebung: Im Gegensatz zu meinen Erwartungen wegen des äußeren Erscheinungsbilds des Unternehmens gibt es eine ungewöhnliche Menge an Frauenverachtung, Eifersucht und beiläufigem Rassismus von dienstälteren Leuten. Ich nehme an, dass das bei Deloitte nicht die Norm ist; innerhalb dieses Büros war es aber ganz sicherlich so. - Work-Life-Balance: Lange Arbeitszeiten sind in der Beratung die Regel. Aber hier wird die Arbeitsbelastung durch die endlose Reihe von Maßnahmen erhöht, die man ergreifen muss, um sich denjenigen anzugleichen, die Neuankömmlinge ablehnen. Es gibt auch eine unnatürlich hohe Anzahl an Burn-outs (etwa 4 von 10, die meist als Monate des „Reisens“, der „Zeit zum Aufladen“ oder als Karrierepausen getarnt werden). Mein Fazit: Als Absolvent eingestellt werden, grinsen, alles für ein paar Jahre ertragen und dann zu besseren Perspektiven (Beratung oder Industrie) gehen. Bei jeder höheren Position als der des Managers sollte man lieber Reißaus nehmen!