Pros
- Man lernt schnell etwas über Preissetzung und Marktzugang, wenngleich das Wissensmanagement nicht so systematisch ist wie in anderen Firmen, verfügt das Unternehmen doch über sehr tiefgehendes Wissen, das im Vergleich zu anderen kleinen Boutiquen gut dokumentiert ist. Ich habe auch sehr fundierte Kenntnisse über die Funktionsweise von Preisen und dem Marktzugang auf allen Märkten erworben und in den ersten Monaten meiner Tätigkeit in der Firma Erfahrungen in verschiedenen Therapiegebieten gesammelt, die ich noch heute im Kopf habe.
- flexible Rollen – die geringe Größe des Unternehmens ermöglicht es, schnell mehr Verantwortung zu übernehmen, ich habe sechs Monate lang Projekte geleitet, was in anderen Unternehmen nicht möglich gewesen wäre
– Kollegiale Atmosphäre mit dem Nachwuchspersonal, Teamarbeit ist in der Regel recht gut.
- Gute Möglichkeiten zum Umgang mit Kunden auf Beraterebene mit der Möglichkeit, gute Beziehungen aufzubauen.
- Begrenzter Reiseplan, in der Regel nur für wichtige Meilensteinsitzungen während der Projekte.
- Bietet im Allgemeinen gute Exit-Möglichkeiten, ich denke, zur Firma passen junge, intelligente, hart arbeitende Absolventen von Tier-2-Instituten außerhalb der Schweiz, die für eine gute lehrreiche Erfahrung kommen und nach 2 Jahren entscheiden, ob bei mit Stratas weitermachen oder woanders hingehen. z.B. sind mehrere Alumni beim Top-Pharma-Hersteller in Basel – wahrscheinlich wäre es für sie vor ihrer Stratas-Zeit unmöglich gewesen, für ein Bewerbungsgespräch in Frage zu kommen. Der Job ist die beste Wahl für diese Art von Profil, aber der Wert dieses Jobs ist natürlich für jeden anders, je nachdem, woher die Leute kommen und wohin sie wollen
- Tareck erhält kontinuirlich Aufträge, so dass alle ständig etwas zu tun haben – während das manchmal auf Kosten des Lebensstils geht, glaube ich, dass es für Boutique-Firmen eine echte Herausforderung mit Auswirkung auf die Jobstabilität sein kann.
Kontras
- Vergütung liegt unter den Top-Beratern in der Schweiz
- Die Arbeitszeiten können hart sein. Ich habe einige der anderen Rezensionen gelesen, deshalb wollte ich ein paar detailliertere Informationen aufführen. Ich würde nicht sagen, dass die Stunden im Vergleich zu anderen Beratungsfirmen im deutschsprachigen Raum deutlich schlechter sind – ich bin jetzt bei einer großen Firma in Deutschland mit vielen Flügen vor 7 Uhr morgens und arbeite regelmäßig bis 1 oder 2 Uhr morgens, wobei die Kollegen sogar auch ganze Nächte durchmachen. Ich habe in meinem aktuellen Job keine Zeit, z.B. persönliche Textnachrichten zu überprüfen oder die Zeitung zu lesen. In Stratas waren die Arbeitszeiten an vielen Tagen von 9/9.30 bis 23.00 Uhr, manchmal bis um 3.00 Uhr. Seltener hatte ich auch Tage, an denen ich die eingehende Mails nach 21 Uhr im Auge behalten konnte, aber nicht voll darauf konzentriert war. Ich hatte im Allgemeinen während des Tages einige freie 15 Minuten hier und da, in denen ich die Zeitung gelesen hatte usw. Gelegentlich würde ich an einem Wochenende bis zu 5 Stunden oder so arbeiten müssen, was in meiner jetzigen Position etwas besser ist. Natürlich haben Positionen in der Verwaltung viel bessere Arbeitszeiten, ebenso in der Forschung. Ich denke, die Arbeitszeiten waren für die Mitarbeiter von Stratas besonders hart, da es eine große Anzahl von Mitarbeitern mit wissenschaftlichem Hintergrund und weniger Erfahrung in der professionellen Dienstleistungsbranche gab.
- Nicht viele leitende Angestellte, ich vermisste es, mehr Menschen zu haben, von denen ich lernen konnte. Es gibt auch keinen klaren Nachfolgeplan oder „Weg zum Partner werden”, was es für viele meiner Kollegen und mich selbst schwierig machte, sich eine sehr langfristige Entwicklung mit der Gruppe vorzustellen