Die Unternehmenskultur bezeichnete das Unternehmen häufig als „Familie“ und das Büro als „Zuhause“, was ich persönlich als unangenehm und wenig hilfreich empfand, insbesondere wenn professionelle Grenzen erforderlich waren. Als ich mich in einer Phase persönlicher Schwierigkeiten an die Personalabteilung wandte, fühlte ich mich eher abgewiesen als unterstützt. Meine Bedenken bezüglich des Verhaltens meines Vorgesetzten wurden nicht angemessen behandelt. Ich erlebte Mobbing und unangemessene Bemerkungen, darunter auch Kommentare zu meiner Sexualität, die als Witz und nicht als ernstes Problem abgetan wurden. Die Reaktionen der Personalabteilung waren unzureichend und mitunter nachlässig – so wurden beispielsweise grundlegende Details wie mein Geschlecht und meine bevorzugten Pronomen falsch angegeben –, was mein Vertrauen in die Ernsthaftigkeit meiner Anliegen untergrub. Das Unternehmen zeigte kein wirkliches Verständnis für seine Fürsorgepflicht gegenüber meinem psychischen Wohlbefinden. Die kumulativen Auswirkungen dieser Erfahrungen waren gravierend und führten mich letztendlich zu der Erkenntnis, dass ich trotz anfänglicher positiver Aspekte nicht länger Teil dieser neuen Unternehmenskultur sein konnte.